
Kapselfibrose
Das Stichwort Kapselfibrose beschäftigt viele Frauen nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten. Doch die wenigsten wissen, wie niedrig das Risiko tatsächlich ist, wie sie entsteht und ob man diese behandeln lassen muss. Facharzt Dr. Daniel Thome in München klärt Sie transparent über die Kapselfibrose auf und schafft Klarheit über ein sensibles Thema.
Was ist eine Kapselfibrose?
Die Kapselfibrose ist eine verhärtete und schmerzhafte Gewebeschicht, die sich nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten um das Brustimplantat bilden kann. Sie ist eine Folge der natürlichen Immunreaktion Ihres Körpers: Die Implantate werden als Fremdkörper identifiziert und der Körper bildet eine dünne Schutzschicht um die Silikonimplantate herum, um sie vom Rest des Körpers „abzukapseln“. Im Falle einer Kapselfibrose wird die dicke Gewebeschicht immer dicker und stärker, bis sie irgendwann sogar in der Lage ist, das Implantat durch starke Druckausübung zu verformen.
Wie fühlt sich eine Kapselfibrose an?
Meist treten zuerst Verhärtungen auf, die Sie beim Berühren Ihrer Brüste erfühlen können. Später kommen häufig Spannungsgefühle bei bestimmten Bewegungen hinzu, die sich langsam zu einem leichten Schmerz entwickeln, ähnlich einem Muskelkater. Dies kann auch einseitig der Fall sein, nicht immer sind beide Brüste betroffen.
An welchen Symptomen erkenne ich eine Kapselfibrose?
Folgende Symptome deuten auf eine Kapselfibrose hin:
Verhärtungen in einer oder beiden Brüsten
Spannungsgefühle bei bestimmten Bewegungen
Schmerzen
Brustasymmetrien durch Verformungen
Faltenbildung auf der Brust
Vereinbaren Sie bereits bei beginnenden Symptomen ein Beratungsgespräch, dann kann ich Ihnen Ihre Unsicherheit nehmen. Auch wenn Sie sich nicht gleich für eine Therapie entscheiden, kann ich in regelmäßigen Abständen prüfen, ob die Kapselfibrose stärker geworden ist. Hauptsache, die Entwicklung wird beobachtet, damit Sie ggfs. früh eingreifen können.
Welche Stadien gibt es bei einer Kapselfibrose?
Die Stadien einer Kapselfibrose werden in die sogenannten Baker-Grade eingeteilt. Die Baker-Grade zeigen an, wie stark die Kapselbildung und die damit einhergehenden Symptome sind.
Baker 1: Normalzustand – keine Auffälligkeiten
Baker 2: Minimale Kapselfibrose – evtl. leichte Verhärtungen der Brust, oftmals nur einseitig
Baker 3: Kapselfibrose mit beginnender Kapselkontraktur – Spannungsgefühle, Schmerzen und Therapie erforderlich (Fibrosenschnitt, Ultraschall-Behandlung oder auch Austausch / Entfernung)
Baker 4: Ausgeprägte Kapselfibrose – Verformung der Implantate und Austausch oder Entfernung der Implantate erforderlich
Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die Kapselfibrose in keinem Stadium gefährlich oder gesundheitsschädlich für die Patientin ist. Sie kann allerdings starke Schmerzen und unangenehme Spannungsgefühlen in der Brust verursachen, die eine Korrektur-OP notwendig machen.
Wann ist eine Korrektur der Kapselfibrose notwendig?
Wann eine Korrektur der Kapselfibrose notwendig ist, hängt vom diagnostizierten Baker-Grad ab. Durch frühzeitige Therapien können bei Grad 1 und Grad 2 ein Austausch oder die Entfernung der Implantate möglicherweise verhindert werden. Bei fortgeschrittenem Stadium Grad 3 und Grad 4 der Kapselfibrose ist es nötig, einen Brustimplantatwechsel oder eine En-bloc-Entfernung durchzuführen, denn dann werden die Symptome zunehmend unangenehm. Ob in Ihrem Fall eine Korrektur-OP sinnvoll ist, lässt sich nach einem persönlichen Beratungsgespräch und einer Ultraschall-Untersuchung feststellen.
Wie hoch ist das Risiko einer Kapselfibrose?
Das Risiko einer Kapselfibrose liegt bei modernen Brustimplantaten bei etwa 5%. Bei Brustimplantaten der älteren Generationen liegt das Risiko einer Kapselfibrose teilweise bei über 30%. Durch die Weiterentwicklung der Implantatoberfläche und der OP-Methoden konnten unerwünschte Nebenwirkungen stark gesenkt werden.
Folgende individuelle Faktoren können das Risiko einer Kapselfibrose leicht erhöhen:
Brustimplantate der älteren Generationen
Brustimplantate mit glatter Oberfläche
Silikonaustritt bei älteren Modellen
Position der Implantate über dem Brustmuskel
Genetische Neigung zur Narbenbildung
Autoimmunstörungen des Bindegewebes
Bestrahlung bei Brustkrebs
Diese Risiken lassen sich jedoch durch eine sterile Arbeitsweise, eine Positionierung unter dem Brustmuskel sowie die Behandlung durch einen erfahrenen Facharzt wie Dr. med. Daniel Thome in München stark reduzieren.
Kapselfibrose München – Wie wichtig ist die Erfahrung des Arztes?
Bei allen ästhetischen Brust-OPs und ganz besonders beim Thema Kapselfibrose spielt die Erfahrung des operierenden Arztes eine maßgebliche Rolle. Nur ein ausgewiesener Brustspezialist wie Dr. Daniel Thome aus München kann exakt beurteilen, ob eine Kapselfibrose vorliegt oder nicht.
Dr. Thome arbeitet seit mehr als 20 Jahren im Bereich der Brustchirurgie und genießt ein hohes Ansehen bei Kolleg:innen sowie Patientinnen gleichermaßen. Die zahlreichen positiven Bewertungen auf Google oder Jameda sind ein gutes Indiz für seine tägliche Arbeit und die herausragenden Ergebnisse, die er für seine Patientinnen erzielt.

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Welche Kosten entstehen bei einer Korrektur der Kapselfibrose?
Je nach Ihren persönlichen Wünschen können die Kosten für eine Korrektur der Kapselfibrose in München stark variieren. Die gewählte OP-Methode entscheidet über den Umfang des Eingriffs sowie die Länge der Narkose. Bevor die genauen Kosten für Sie kalkuliert werden können, muss ein Beratungsgespräch stattfinden. In diesem werden Sie genauestens über die Möglichkeiten, den Ablauf und die Risiken des Eingriffs informiert.
Zahlt die Krankenkasse die Kosten bei einer Kapselfibrose?
Auch wenn Ihre Kapselfibrose für Schmerzen und andere unangenehme Symptome sorgt, werden die Kosten für den Austausch oder die Entfernung von Implantaten nicht von der Krankenkasseübernommen.
Ist eine Folgekostenversicherung möglich?
Ja, es ist möglich, eine sogenannte Folgekostenversicherung abzuschließen, welche die Kosten für eine mögliche Korrektur-OP bei Kapselfibrose übernimmt. Die Folgekostenversicherung ist nicht sehr teuer, aber sehr sinnvoll.

Ich bin seit über 20 Jahren als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie tätig. Mein besonderer Fokus liegt auf der Brustchirurgie, bei der mir Sicherheit und Qualität wichtig sind. Ich habe die Inhalte auf dieser Seite persönlich geprüft und sie entsprechen den neuesten medizinischen Standards.
Häufig gestellte Fragen zur Kapselfibrose
Warum bildet sich eine Kapselfibrose?
Die Gründe, warum sich eine Kapselfibrose bildet, sind nicht endgültig geklärt. Es wird vermutet, dass die Oberflächenstruktur der Implantate und die Positionierung eine Rolle bei der Bildung einer Kapselfibrose spielen. Studien ergaben, dass Produkte mit aufgerauter Oberfläche weniger häufig Kapselfibrosen hervorrufen als vergleichbare Produkte mit glatter Oberfläche. Zudem entsteht sie prozentual häufiger, wenn die Implantate über dem Brustmuskel platziert werden.
Ab wann tritt eine Kapselfibrose auf?
Die Kapselfibrose tritt oftmals im ersten Jahr nach der Brustvergrößerung auf. Sie kann innerhalb eines Jahres stark voranschreiten oder sich schleichend über mehrere Jahre entwickeln. Eine Kapselfibrose zeigt sich in seltenen Fällen auch erst nach 10 Jahren, z.B. bei älteren Implantaten.
Kann eine Kapselfibrose auch einseitig auftreten?
Ja, denn die Kapselfibrose ist nicht selten in einer Brust stärker ausgeprägt. Gerade am Anfang kommt es oft vor, dass die Symptome nur bei einer Brust auftauchen. In einigen Fällen stoppt die Kapselfibrose auch bei einem gewissen Grad oder bildet sich insgesamt nur in einer Brust. Wenn die Symptome für Sie nicht störend oder kaum vorhanden sind, muss nicht unbedingt eine Therapie erfolgen.
Wie kann ich eine Kapselfibrose vorbeugen?
Um eine Kapselfibrose so gut es geht vorzubeugen, sollten Sie sich ausführlich in Bezug auf die Implantate beraten lassen. Vertrauen Sie nur spezialisierten und erfahrenen Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie und halten Sie sich strikt an die Anweisungen Ihres Arztes. Es gibt zudem einige Empfehlungen wie speziell entwickelte OP-Methoden, moderne Implantate, und die richtige Positionierung. Ebenso gibt es zahlreiche Verhaltensempfehlungen an die Patientinnen im Anschluss an die Operation. Selbstverständlich werden diese Empfehlungen in der Praxisklinik von Dr. Daniel Thome in München durchgeführt und ausgesprochen.
Kann sich eine Kapselfibrose wieder von alleine zurückbilden?
Eine verhärtete Kapsel im fortgeschrittenen Stadium (Baker 3 oder 4) kann sich von alleine nicht wieder zurückbilden. Das feste Narbengewebe bleibt bestehen und muss in der Regel operativ entfernt werden. Bei Baker-Grad 1 und 2 ist es in individuellen Fällen möglich, das Voranschreiten der Kapselfibrose durch konservative Therapien wie Massagen zu verhindern.
Ist eine Kapselfibrose gefährlich?
Eine Kapselfibrose ist nicht gefährlich, kann aber zu unangenehmen Schmerzen und sichtbaren Verformungen führen. Auf Ihre allgemeine Gesundheit hat eine Kapselfibrose keine Auswirkungen.
Wie oft kann eine Kapselfibrose auftreten?
Grundsätzlich kann eine Kapselfibrose bei jeder Brustvergrößerung bzw. beim Einsatz von Implantaten auftreten. Das Risiko kann aber durch die Wahl der Implantate und der Operationstechnik erheblich gesenkt werden, sodass eine erneute Kapselfibrose eher unwahrscheinlich ist.
Muss ich meine Implantate austauschen oder kann ich sie auch entfernen lassen?
Sie können selbst entscheiden, ob Sie Ihre Implantate lieber austauschen oder entfernen lassen möchten. Als Alternative zu Brustimplantaten bietet sich die Brustvergrößerung mit Eigenfett an. Eigenfett wird vom Körper nicht als Fremdkörper wahrgenommen und es kann sich dementsprechend keine Kapselfibrose bilden. Das Endergebnis ist eine wohlgeformte Brust, die sich völlig natürlich anfühlt und bewegt. Entscheiden Sie sich für eine ersatzlose En-bloc-Entfernung der Silikonimplantate, empfehlen wir eine Bruststraffung, um das vom Implantat gedehnte Gewebe wieder in eine jugendliche, straffe Form zu bringen.









